20.12.2025 | PRESSEMITTEILUNG
Kreis Herford. „Uns hilft das enorm. Wir sind auf Fördermittel und Spenden angewiesen – weshalb uns die Unterstützung seitens der Stiftung sehr freut“, so Marco Bartusch, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Herford. Die Rede ist von der neuen Funk-Ausstattung des Kommandowagens, die von der vom Kreis Herford gegründeten Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ mit über 10.000 gefördert wurde.
Ralf Stölting, Kreis-Kämmerer und Vorstandsmitglied der Stiftung, schaute im DLRG-Vereinsheim an der Herforder Waldfriedenstraße vorbei, um sich anzuschauen, wie die Fördermittel genau genutzt wurden.
Konkret geht es um eine Sondersignal-Anlage mit Blaulicht sowie um die Funk-Ausstattung im Kommandowagen. „Die Funk-Ausstattung ist für uns im Einsatz von zentraler Bedeutung. Über den sogenannten BOS-Funk kommunizieren unsere Einsatzkräfte mit Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen“, so Kai Möller, Leiter Einsatz bei der DLRG. Darüber hinaus ist die DLRG Herford mit dem neuen Funksystem mit der Kreis-Leitstelle verbunden und könnte sich bei Bedarf auch auf andere Leitstellen-Systeme schalten.
Die Kommunikation über Funk sei schnell, unkompliziert und sicher – anders als etwa über das Mobilfunknetz, das jederzeit gestört sein könnte
Darüber hinaus wurde am Wagen eine Ladeeinspeisung für ein 230-Volt-Netz installiert. Dies ist wichtig, damit das Fahrzeug und die Funkausrüstung stets einsatzbereit sind.
Der Kommandowagen wird als grundsätzliches Fahrzeug für die ehrenamtlichen Helfer genutzt, ist aber vorrangig als Einsatzfahrzeug gedacht und kann bei Bedarf auch als Zugtransporter für Motorrettungsboote sowie Transportanhänger genutzt werden.
Zu diesem Zweck besitzt die DLRG auch einen Gerätewagen Wasserrettung, der diverse Einsatzmaterialien sowie ausgewählte DLRG-Boote zum Einsatzort transportieren kann. So etwa die „Black Pearl“, die vor wenigen Wochen beim 90-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe offiziell getauft wurde. Das Hochwasserboot ist besonders gut für den Einsatz in überfluteten Gebieten geeignet und kann bis zu 900 Kilogramm transportieren.
Ralf Stölting ist sichtlich überzeugt vom Einsatz der Fördermittel. „Uns ist es immer wichtig, uns vor Ort ein Bild zu machen. Bei der DLRG sehe ich die Stiftungsmittel genau richtig aufgehoben, da sie hier ganz konkret im Einsatz helfen“, so Stölting, der betont. „Sämtliche Ausbilder, Übungsleiter und Einsatzkräfte der DLRG arbeiten vollständig ehrenamtlich und unentgeltlich. Der Ortsverein ist also auf Spenden und Unterstützung angewiesen. Das passt gut, denn wir als Stiftung haben uns die Stärkung des Ehrenamts ganz oben auf die Fahne geschrieben“.
Die Ortsgruppe besteht aus knapp 700 Mitgliedern. Rund 300 davon sind Kinder und Jugendliche. Der Verein bietet verschiedene Schwimmkurse- und Trainings für mehrere Altersgruppen an und unterstützt die Durchführung unterschiedlichster Veranstaltungen – darunter die Drachenbootregatta auf der Werre, das Weserschwimmen in Minden, das internationale Schwimmfest des SC Herford oder das Musikfestival „Umsonst & Draußen“. Zudem sind jedes Jahr mehrere Herforder DLRG-Rettungsschwimmer an den Stränden der Ostseeküste im Einsatz.
Aber auch Hochwasser-Einsätze kommen immer wieder vor: Zuletzt war die Herforder Ortsgruppe 2024 beim Hochwasser in Bayern im Einsatz, gleiches gilt für das Hochwasser im Kreis Herford (Schwerpunkt Vlotho und Bünde) im Dezember 2023. Im Jahr 2021 waren DLRG-Einsatzkräfte in den Überschwemmungsgebieten des Rhein-Erft-Kreises und des Sauerlands aktiv.
Seit 2008 ist die DLRG Herford in die Landeskonzepte der hiesigen Wasserrettungszüge integriert und verfügt über die besondere Eignung eines Bootstrupps im Katastrophenschutz des Landes NRW.
Die Ortsgruppe finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Lehrgangsgebühren, Privat- und Firmenspenden sowie allgemeinen Förderbeiträgen zur Vereinsarbeit.
Weitere Infos zur Vereinsarbeit gibt es auf der Website unter https://herford.dlrg.de/
Info Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis
Die Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ wurde im Jahr 2007 vom Kreis Herford gegründet. Seitdem unterstützt die Stiftung die Standortentwicklung des Kreises Herford durch die Förderung vielfältiger und nachhaltiger Strukturmaßnahmen und Projekte.
Sie ist in verschiedenen Bereichen aktiv – so etwa in der Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Kultur und Heimatpflege, dem Natur- und Umweltschutz, dem Feuer- und Katastrophenschutz, dem Ehrenamt sowie dem Gemeinwesen rund um das Wohlfahrtswesen, öffentliches Gesundheitswesen und Sport.
Die Stiftung ist offiziell vom Deutschen Spendenrat e.V. (DSR) zertifiziert.