12.12.2025 | PRESSEMITTEILUNG
Kreis Herford. „Das erste stationäre Hospiz im Kreis Herford war für mich schon immer eine echte Herzensangelegenheit, in die ich viel Zeit und Arbeit investiert habe. Umso mehr freut es mich, dass so viele Spenden zusammengekommen sind“, so Jürgen Müller, ehemaliger Landrat des Kreises Herford.
Müller wünschte sich anlässlich seines Abschiedes im Oktober keine Geschenke, sondern sammelte stattdessen im Rahmen seiner offiziellen Abschiedsfeier Spenden für den Stiftungsfonds „Hospiz- und Palliativversorgung im Kreis Herford“ der kreiseigenen Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“. Und die Summe, die dabei zusammenkam, ist beeindruckend: Über 20.000 Euro!
Die Gelder fließen nun in das geplante erste stationäre Hospiz im Kreis Herford. Landrat Mirco Schmidt traf sich kürzlich gemeinsam mit Jürgen Müller und Kerstin Hensel (Vorständin Diakonisches Werk Vlotho) an der Baustelle „Unter den Linden 41“ in Herford für eine symbolische Scheck-Übergabe.
„Wir sind Jürgen Müller sehr dankbar, dass er für das erste stationäre Hospiz im Kreis Herford gesammelt hat. Eine wirklich ehrenwerte Aktion, die meinen größten Respekt hat“, so Mirco Schmidt, der ergänzt:
„Wir gehen davon aus, dass das Gebäude und somit auch das Hospiz im Sommer 2026 betriebsbereit sein werden“. Das liege auch an der guten Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro bzw. Generalplaner.
Das Besondere: Das Gebäude, das bis Sommer 2024 noch Sitz der Tagesklinik der Kreiskliniken war, steht unter Denkmalschutz. Es wird also gemäß denkmalpflegerischer Erlaubnis umgebaut und saniert. Das verlangsamt jedoch nicht den Baufortschritt. Im Gegenteil:
Neben den Arbeiten am Bestandsgebäude wird auch ein Anbau errichtet. Hier sind die Tiefbauarbeiten bereits abgeschlossen und die Kellerwände betoniert. Aktuell wird das Obergeschoss erstellt. Im Altbau läuft bereits der Innenausbau rund um die Heizungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten. Die Sanierung der Außenfassade ist fast abgeschlossen. Die Arbeiten am Dach sind bereits vollendet, ebenso sind schon die Fenster eingebaut.
Auf rund 2200 m² Bruttogeschossfläche entstehen insgesamt zehn Gästezimmer. Neben dem Eingang wird ein barrierefreier Aufzug angebaut. An die Rückseite des Bestandsgebäudes wird ein Flachdachgebäude mit Dachterrasse, Gästezimmern und Aufenthaltsbereichen angebaut.
Die vom Kreis Herford gegründete Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ finanziert – neben einem Zuschuss der Sparkasse Herford – die Baukosten für das stationäre Hospiz. Die Stiftung hat das Gebäude bereits im September 2021 erworben.
„Der Hospiz- und Palliativgedanke wird immer wichtiger. Hier geht es um Lebensqualität, Symptomlinderung, Autonomie und Würde. Und das alles stellen wir bei uns im Kreis Herford sicher – auch durch das neue stationäre Hospiz“, betont Landrat Mirco Schmidt, zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“.
Betreiber des Hospizes ist die Hospiz Herford gGmbH – eine gemeinnützige und gemeinsame Tochtergesellschaft des Diakonisches Werkes im Kirchenkreis Vlotho und des Kirchenkreises Herford.
Kerstin Hensel, Vorständin beim Diakonischen Werk im Kirchenkreis Vlotho, ist gerührt von den vielen Spenden-Geldern. „Wir sind Jürgen Müller wirklich sehr dankbar. Auf seine Initiative hin haben sich viele Menschen dazu berufen gefühlt, zu dem ersten stationären Hospiz im Kreis Herford etwas beizusteuern. Die Spendensammlung trägt die ganze Thematik zudem weiter in die Öffentlichkeit. Das ist wichtig, denn ohne Spenden ist dieses so wichtige Projekt kaum realisierbar“.
Hensel sieht das neue Hospiz nicht als Konkurrenzangebot zu den ambulanten hospizlichen Angeboten und Diensten: „Wir möchten eine ganz enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit ansteuern – ganz im Sinne der Menschen, die uns benötigen, um die letzte Zeit ihres Lebens so angenehm wie möglich zu verbringen“.
Das werde sich auch in einer gemütlichen und wohnlichen Inneneinrichtung widerspiegeln, betont Hensel.
Für das Hospiz werden übrigens weiterhin Spenden gesucht. „Vielleicht sucht der ein oder andere ja noch nach einem Weihnachtsgeschenk“, so Jürgen Müller.
Ausreichend ist eine Überweisung an die Stiftung mit dem Verwendungszweck „Zuwendung – Stiftungsfonds ‚Hospiz- und Palliativversorgung im Kreis Herford“. Die IBAN: DE83 4945 0120 0000 0275 24 (Sparkasse Herford)
Spenden können aber auch direkt an das Hospiz überwiesen werden: IBAN DE9349450120000029090 bei der Sparkasse Herford.