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11.05.2026 | PRESSEMITTEILUNG

Nachwuchsförderung: Kreis-Stiftung unterstützt Medizintalente

Kreis Herford. „Wir möchten junge und talentierte Medizinerinnen und Mediziner für die Region gewinnen und ihnen Perspektiven aufzeigen. Denn der Kreis Herford hat Einiges zu bieten“, betont Markus Altenhöner. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ tauschte sich mit Stipendiatinnen und Stipendiaten aus, die als Studierende der medizinischen Fakultät in Bielefeld von der Stiftung und dem Förderverein MED OWL in einem gemeinsamen Stipendiaten-Paket über jeweils ein Jahr gefördert werden.

Das Austauschtreffen fand bei den Kreiskliniken Herford-Bünde statt. Dr. med. Andreas Schroeder (medizinischer Vorstand der Kreiskliniken Herford-Bünde) begrüßte die Medizinstudierenden ebenfalls und referierte über die Strukturen und das Angebot der Kreiskliniken. Mit dabei war auch Dr. Charlotte Sahin von MED OWL – einem Verein zur Förderung der medizinischen Ausbildung und Versorgung in Ostwestfalen-Lippe.

Insgesamt waren acht Medizinstudierende auf Einladung der Stiftung und MED OWL im Klinikum zu Gast – fünf von ihnen werden von der Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ unterstützt. Über MED OWL und in Kooperation mit der Stiftung „Studienfonds OWL“ werden die Fördermittel entsprechend übermittelt, die dann im Rahmen des Deutschlandstipendiums von 1.800 Euro auf 3.600 Euro pro Studierenden verdoppelt werden.

Insgesamt hat die Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ so bereits 22 Medizinstudierende von der Medizinischen Fakultät Bielefeld unterstützt. Und das zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus: „Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind unheimlich dankbar für die Unterstützung. Das bekommen wir in den persönlichen Gesprächen stets widergespiegelt“, freut sich Markus Altenhöner.

Und das aus gutem Grund: Denn neben der finanziellen Förderung erhalten die geförderten Medizinstudierenden umfangreiche ideelle Unterstützung, sowohl durch die Stiftung Studienfonds OWL als auch durch die Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ und MED OWL. Dazu gehören Workshops, Unternehmensbesichtigungen, Kaminabende, kulturelle Events und vieles mehr.

„Sei es in der Niederlassung oder in den Kliniken: Wir benötigen junge Ärztinnen und Ärzte. Aus unserer Sicht ist es daher sehr sinnvoll, Talente bereits im Studium auf den Kreis Herford und die vielen Möglichkeiten, die es bei uns gibt, aufmerksam zu machen“, so Altenhöner.

Beim Treffen im Klinikum Herford bekam er Unterstützung von Dr. Isabell Schultheis (Amtsleitung Gesundheit Kreis Herford) und Marius Tönsmann (Gesundheitsplanung Kreis Herford). Dr. Schultheis zeigte den Studierenden die Vielfältigkeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes auf und verwies zugleich auf die Fördermöglichkeiten, die der Kreis Herford seinerseits für Medizinstudierende parat hält:

Der Kreis unterstützt bereits seit einigen Jahren Medizinstudierende finanziell, die die Praxisphasen während des Studiums im Kreisgebiet absolvieren – das können ein Praktisches Jahr, eine Famulatur oder ein Blockpraktikum sein. Über 190 Medizinstudierende wurden vom Kreis so schon gefördert.

Ab November nimmt das Kreis-Gesundheitsamt als akademisches Lehr-Gesundheitsamt zudem selbst Studierende im Rahmen eines Praktischen Jahres auf.

Beim Austauschtreffen im Klinikum erzählten die Studierenden frei heraus über das bisherige Studium und ihre Zukunftspläne: Orthopädie, Gynäkologie oder auch Augenheilkunde – die Zielrichtungen der Medizintalente sind vielfältig. Genauso wie die verschiedenen Unterstützungsangebote vom Kreis Herford und der Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“.

Markus Altenhöner sicherte den Studierenden weiterhin Unterstützung zu. Die Tür zum Kreis Herford und dem Gesundheitsamt sei immer offen, wenn es darum gehe, Erfahrungen zu sammeln.

Als Highlight gab es zum Abschluss des Treffens eine Führung durch die Operations-Räume des Klinikums. Prof. Dr. med. Andreas Krieg, Direktor für die Universitätsklinik für Chirurgie, stellte den Studierenden das „da Vinci Xi-Operationssystem“ vor, das für die modernste medizinische und technische Entwicklung in der minimalinvasiven OP-Technik steht.

 

Die Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“

Die Stiftung wurde auf Grundlage eines entsprechenden Beschlusses des Kreistages im Jahr 2007 vom Kreis Herford gegründet. Seitdem unterstützt die Stiftung die Standortentwicklung des Kreises Herford durch die Förderung vielfältiger und nachhaltiger Strukturmaßnahmen und Projekte.

Sie ist in verschiedenen Bereichen aktiv – so etwa in der Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Kultur und Heimatpflege, dem Natur- und Umweltschutz, dem Feuer- und Katastrophenschutz, dem Ehrenamt sowie dem Gemeinwesen rund um das Wohlfahrtswesen, öffentliches Gesundheitswesen und Sport.

Das aktuell größte Projekt ist der Bau eines stationären Hospizes „Unter den Linden“ in Herford, das voraussichtlich im Herbst bezugsbereit sein soll.

Die Stiftung ist offiziell vom Deutschen Spendenrat e.V. (DSR) zertifiziert.

 

Die Stiftung Studienfonds OWL

 

Die Stiftung wurde 2006 von den fünf ostwestfälisch-lippischen Hochschulen gegründet mit dem Ziel, Studierende in der Region per Stipendium zu fördern. Aus dieser Idee ist das seit 2011 in ganz Deutschland vergebene „Deutschlandstipendium“ entstanden, das der Studienfonds OWL dank der Spenden von Förderern wie der Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ jährlich an über 500 Studierende vergeben kann.